Montag, 28. Oktober 2013

[review] Angelfall von Susan Ee



Inhalt:
Die Engel sind auf die Erde gekommen, doch sie haben nicht Frieden und Freude, sondern Elend und Zerstörung mit sich gebracht: Weltweit liegen die Städte in Trümmern, und die Menschen trauen sich vor Angst kaum noch auf die Straße. Als eine Gruppe Engel die kleine Schwester von Penryn entführt, haben sie sich jedoch mit der Falschen angelegt. Die Siebzehnjährige zieht los zum Hauptquartier der Engel, um ihre Schwester zu befreien. Aber dafür braucht sie Hilfe – und die kommt ausgerechnet von Raffe, einem flügellosen Engel ...
Quelle: Heyne

Meine Meinung:
Holla, die Waldfee- was für ein Buch! „Angelfall“ ist eine temporeiche Dystophie, die das Thema „Engel“ mit aufgreift und aus diesen zwei beliebten Zutaten ein ausgereiftes Menü zaubert.

Penryn ist eine unglaublich starke junge Frau, die das Oberhaupt ihrer kleinen Familie darstellt. Ihre Mutter leidet an Verwirrtheit und ihre jüngere Schwester sitzt im Rollstuhl. Penryn muss die Führung übernehmen, wenn ihre Lieben in dieser grausamen Welt nicht vor die Hunde (pardon, die Engel) gehen wollen. Sie ist durch und durch sympathisch, natürlich und erweckt großes Mitgefühl. Ihre Liebe zur kleinen Schwester ist so stark, dass sie alles riskiert um sie zu retten. Selbst wenn das bedeutet, einem Engel zu vertrauen um in das Hauptlager dieser geflügelten Wesen zu gelangen.
Raffe wirkt neben Penryn anfänglich etwas blass, sein Charakter liegt im Dunkeln. Er spielt den großen Geheimnisvollen und wird gerade dadurch sehr interessant.
Nach und nach entwickelt sich ein Vertrauen zwischen der jungen Dame und dem verstoßenen Engel Raffe, manchmal rettet sie ihm das Gefieder (im wahrsten Sinne des Wortes) und ein anderes Mal muss er schützend eingreifen. Sie bilden ein perfektes Team und die Annäherung der beiden Figuren ist beinah durch das Buch hindurch zu spüren.

Die Autorin hat mit ihrem spannungsgeladenen Schreibstil und einem perfekten Aufbau der Geschichte dafür gesorgt, dass ich den Roman beinah gar nicht mehr aus den Händen legen konnte und mich unfassbar neugierig auf einen weiteren Teil dieser gruseligen, einnehmenden Engelwelt gemacht.

PS: Auch wenn ich mich sonst eher selten zu den Preisen von Büchern äußere, muss ich hier unbedingt lobend erwähnen, dass dieses Buch als Hardcover nur 12,99 Euro kostet und damit ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis aufweist.

Wertung:
10 von 10 Punkten

Dienstag, 22. Oktober 2013

BEENDET [Gewinnspiel] Das kratzbürstige Frauenzimmer von Deanne Gist

Liebe Leser,

heute verlose ich mit Unterstützung des Gerth Medien- Verlages ein wunderschönes Buch von Deanne Gist.

Das Hardcover gibt es dreimal zu gewinnen:)




Das Gewinnspiel läuft bis zum 15.11.2013 um 22 Uhr.
Um an der Verlosung teilzunehmen, hinterlasst mir bitte ein Kommentar. Und wenn ihr einen Buchtipp für mich habt, dann immer her damit :)

Hier sind die weiteren Regeln:
1. Ihr müsst über 18 sein oder das Einverständnis eurer Eltern haben
2. Ihr hinterlasst mir im Kommentar eine Mail-Adresse oder schickt mir diese an Liebesromanforum@t-online.de (wenn ihr euch sicher seid, dass ich eure Kontaktdaten habe oder ihr als registrierter User schreibt, dann könnt ihr euch das natürlich schenken)
3. Ihr müsst eine deutsche Postadresse haben


Nun wünsche ich euch viel Glück und bedanke mich bei dem Gerth-Medien für die Unterstützung!

Euer
Fräulein Leselust

Gewonnen haben:
Petra Schlüter
Elke Z.
Jürgen D

Sonntag, 6. Oktober 2013

[review] Die gestohlene Zeit von Heike Eva Schmidt



Inhalt:
Auf einer Bergwanderung im Jahr 1987 findet Emma einen geheimnisvollen Ring, nichtsahnend, dass dieser dem sagenhaften Zwergenkönig Laurin gehört. Zwei Mitreisende nehmen ihr den Schmuck ab und türmen, doch auf einmal taucht eine Horde Zwerge auf, die Emma in Laurins unterirdisches Reich verschleppen. Dort trifft sie Jonathan, ebenfalls ein Gefangener des Königs. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht, aber Laurin belegt sie mit einem grausamen Fluch. Zurück in der Oberwelt stellt Emma schockiert fest, dass inzwischen fast 30 Jahre vergangen sind. Um den Fluch zu lösen, müssen sie und Jonathan den Ring wiederfinden - aber wie sollen sie die beiden Diebe nach all den Jahren ausfindig machen?
Quelle: Knaur

Meine Meinung:
Ich liebe Zeitreiseromane und wenn in diesem Szenario auch noch eine Liebesgeschichte eine Rolle spielt, bin ich kaum noch zu halten und alles in mir schreit: „Lesen“.
„ Die gestohlene Zeit“ von Heike Eva Schmidt erfüllt genau diese Voraussetzungen und schenkte mir einige vergnügliche Lesestunden. Emma wird aus dem Jahre 1987 in die heutige Zeit versetzt und Jonathan trifft es noch viel schlimmer, denn er kommt aus dem 18.Jahrhundert und nicht nur Smartphones und das „Internetz“ sind neue Dinge für ihn. Ich musste herzlich lachen, als Emma mit der neuen Technologie in Berührung kommt und einiges falsch interpretiert. Weniger lustig, aber dafür berührend, war der innige Wunsch Emmas ihre beste Freundin zu finden. Mit ihr ging sie durch dick und dünn und als Waisen waren sie sich gegenseitig die Familie, die sie sonst nicht gehabt hätten. Im Gegensatz zu Emma ist ihre Seelenschwester aber um gut 25 Jahre gealtert und lebt natürlich nicht mehr im Wohnheim. Auf dieses Wiedersehen habe ich die gesamte Lesezeit stark hingefiebert und war ein klein wenig enttäuscht, weil es nicht ganz so intensiv verlief, wie ich es mir ausgemalt hatte.

Der Fantasyaspekt mit den Zwergen war zum Glück nicht so stark ausgeprägt, nachdem Emma und Jonathan aus dem Zwergenreich entkommen konnten, wird die Geschichte urbaner und der Zwergenkönig spielt nur noch eine wichtige Hintergrundrolle und hat seine kleinen Auftritte. Man muss also keine Angst haben, ein völliges Fantasymischmasch aus Zwergen, Zeitreise und ein bisschen Liebesblabla vorzufinden. Alle drei Dinge kommen vor, aber sie sind sehr ausgeglichen und zueinander passend zu einer harmonischen Geschichte verwoben worden.

Wenn die Autorin noch ein klein wenig mehr Spannung in die „verschwundener Ring“- Sache reingelegt hätte, dann wäre der Roman wirklich beinah perfekt gewesen. Aber man kann ja nicht alles haben und so freue ich mich über eine unterhaltsame Geschichte, die mir das Lesen durch den eingängigen Schreibstil der Autorin versüßt hat.

Wertung:
9 von 10 Punkten