Sonntag, 17. Mai 2015

[review] Tödliche Spur von Lisa Jackson




Inhalt:
Weihnachtsabend auf Church Island, einer kleinen Insel vor der Küste Washingtons. Ein kleiner Junge verschwindet spurlos. Da er zuletzt am Bootsanleger gesehen wurde, wird ein tragischer Unfall vermutet. Nur seine Mutter Ava will das nicht glauben, sie erleidet einen Zusammenbruch und wird in die Psychiatrie eingewiesen. Zwei Jahre später darf Ava nach Hause – und fühlt sich dort seltsam fremd. Sie beschließt, sich auf die Suche nach Spuren zu begeben. Niemals hat sie an die Geschichte des tragischen Unfalls geglaubt, die man ihr immer über das Verschwinden ihres Sohnes erzählt hat. Auf ihrer Suche gerät sie in ein bizarres Netz aus Lügen und Intrigen, Rache und Hass.
Quelle: Knaur

Meine Meinung:
Lisa Jackson wie sie leibt und lebt? Nein! Lisa Jackson überrascht mit "Tödliche Spur" indem sie ihre Geschichte anders erzählt als gewohnt. Sehr zu meinen Bedauern gibt es weniger Todesopfer, weniger Thriller, weniger Jackson- Horror- aber dafür eine langsam steigende Spannung, die mich nach einem etwas holprigen Start, schließlich hatte ich mir zu Beginn noch einen typischen Jackson erhofft, doch in ihren Bann ziehen konnte.
Jackson lässt die blutigen Messer im Schrank (trotzdem ein bisschen schade) und spielt mit ihren Lesern indem sie eine gruselige Atmosphäre schafft, die einen ganz kribbelig werden lässt beim lesen. Ein wenig musste ich an die alten Schwarz-Weiß- Gruselfilme denken, die mich als Kind erzittern ließen, heute jedoch ein müdes Gähnen bei mir hervorrufen. Das müde Gähnen hatte ich bei Jackson jedoch zum Glück nicht- oder nur sehr kurz.
Als Leserin leidet man mit Ava mit und fragt sich, was ihrem Kind geschehen ist, wer will ihr solch bösen Dinge antun, wer steckt dahinter? Zudem macht man ihr das Leben nicht gerade leichter indem sie als verrückt abgestempelt wird und kaum Unterstützung erfährt.

Als Liebesromanfan kommt man nicht wirklich auf seine Kosten, die kleine Liebesgeschichte ist nur ein Randereignis und wiegt in meinen Augen nicht sehr schwer. Eigentlich schade, denn Lisa Jacksons Verknüpfungen ihrer Thriller mit einer gehörigen Portion Romantik sind für mich immer ein Highlight in ihren Büchern.

Obwohl die Autorin ihren gewohnt eingängigen und flüssigen Schreibstil in die Waagschale wirft, gibt es ein paar wenige Längen im Buch, die meiner Meinung nach nicht hätten sein müssen. Auch wenn ich das nicht gerade oft sage, bei dieser Autorin schon gar nicht, ein paar weniger Seiten hätten dem Buch nicht geschadet.

Die Geschichte ist lohnenswert, man sollte nur keinen typischen Lisa Jackson-Thriller erwarten und offen für etwas Neues sein um dieses Buch mit all seinen Facetten, dem leichten Grusel und den Angstbildern im eigenen Kopf genießen zu können.

Wertung:
7 von 10 Punken

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